Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sprache sind Kinder im Grundschulalter, deren „Sprachgebrauch nachhaltig gestört, mit subjektivem Störungsbewusstsein sowie erheblichen Beeinträchtigungen in der Kommunikation verbunden ist. Diese sind durch schulbegleitende oder zeitlich begrenzte stationäre Maßnahmen nicht behebbar.“
Die Entwicklungsstörungen im sprachlichen Bereich beziehen sich auf die folgenden Bereiche:
- Lautbildung und Artikulation (phonetisch-phonologische Sprachebene)
- Grammatik und Satzbau (morphologisch-syntaktische Sprachebene)
- Begriffsbildung und Wortschatzerweiterung (semantisch-lexikalische Sprachebene)
- Sprachhandlungsplanung und –gestaltung (pragmatisch- kommunikative Ebene)
- Sprachverständnis
- Redeflussstörungen (Stottern, Poltern)
In der Klasse mit dem Förderschwerpunkt Sprache wirken Unterricht und Sprachförderung in einer Einheit zusammen. Neben der Vermittlung der Grundschulinhalte geht es u.a. um Lautbildung, Lautdifferenzierung, Arbeit an Wort und Satz, Erweiterung des Wortschatzes und Verbesserung des sprachlichen Ausdrucks.
Für die Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sprache ist dem 1. Schuljahr eine so genannte „Eingangsklasse“ vorgeschaltet, so dass der Stoff des ersten Schuljahres auf zwei Jahre verteilt wird. Der Schwerpunkt der Arbeit in der Eingangsklasse liegt neben der Sprachförderung im Bereich der Bewegungs- und Wahrnehmungsförderung und im Aufbau von Lern- und Arbeitsverhalten als wichtiger Voraussetzung für die weitere Entwicklung.
Unterrichtet werden die Schüler nach den Richtlinien der Grundschule. Die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache versteht sich als Durchgangsschule, das Ziel liegt in der Rückschulung der Kinder in die Regelschulen.
Der Unterricht findet im integrativen Verbund mit Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen statt, in den entsprechenden Klassen der Primarstufe werden daher Kinder beider Förderschwerpunkte unterrichtet.
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